Skurrile geflügelte Wesen

2001-2003: Objekte, Buntstiftzeichnungen auf schwarzem Karton, Malerei

Mit den geflügelten Wesen verabschiedet sich Eva Kirn vom religiösen Thema der Verkündigung, um sich ihm vom Boden der profanen Realität aus wieder zu nähern. Sie erfindet Objekte, die die landläufige Vorstellung des Engels untergraben und macht sie zu skurrilen Boten unbegreiflicher, absurder Wirklichkeiten. In dadaistischer Manier kombiniert sie Gebrauchsgegenstände, die die Abläufe des Alltags karikieren. Wie die Dadaisten spielt sie mit der Banalität des Materials, verzichtet jedoch darauf, sie formalästhetisch in den Rang einer Plastik zu erheben. Im Medium der Zeichnung erscheinen diese ihrer Metaphysik entkleideten Engel als unverdrossene Akteure in einem neuen, mysteriösen Licht vor schwarzen, sinnentleerten Räumen.

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